Naturschutzgebiet Eiderberg/Freudenburg

Freudenburg: Der Eiderberg ist etwas für Naturfreunde

Das Naturschutzgebiet „Eiderberg bei Freudenburg“ ist ein 34 ha großes Gebiet und liegt innerhalb des FFH-Gebietes 6405-303 Serriger Bachtal und Leuk und Saar. Auf dieser zentralen Hochfläche kommen in der Flora und Fauna zahlreiche Biotoptypische und seltene Arten vor. Das Naturschutzgebiet zählt zu den artenreichsten Orchideengebieten in Rheinland-Pfalz.

Naturschutzgebiet Eiderberg mit Blick auf den Grat der Hochfläche.
Natuschutzgebiet Eiderberg: Blick über den zentralen Grat.

Artenvielfalt auf dem Bergrücken

Viele Insekten und gefährdete Schmetterlingsarten, beispielsweise der Baldrian-Schneckenfalter, der Zwergbläuling und der silbergrüne Bläuling nutzen den Blütenreichtum der Magerrasen. Zahlreiche Pflanzenarten sind auf dem 440 m hohen Eiderberg heimisch. Dazu zählen u.a. das gefleckte Knabenkraut, das Tausendgüldenkraut, der Vogel-Nestwurz, das Sonnenröschen und der deutsche Enzian. Auch zahlreiche Orchideenarten, die durchaus auf der Hochfläche in Massen vorkommen können, sind auf dem Eiderberg vertreten. So beispielsweise die Hummel-Ragwurz, das männliche Knabenkraut, das Purpuknabenkraut und der Fliegen-Ragwurz. Das Helm-Knabenkraut ist häufig anzutreffen. Zum Gebiet gehört auch ein ehemaliger Kalksteinbruch.

Viele Insekten und gefährdete Schmetterlingsarten sind im Naturschutzgebiet Eiderberg heimisch.
Viele Insekten und gefährdete Schmetterlingsarten sind im Naturschutzgebiet Eiderberg heimisch.

Naturschutzgebiete und Artenschutz

Das Interesse, sich mit wild wachsenden Pflanzen versorgen, ist nicht gebremst. Oft wird versucht, geschützten oder gefährdeten Arten im heimischen Garten anzusiedeln. Alle heimischen Orchideen stehen unter strengem Artenschutz. In Naturschutzgebieten gilt grundsätzlich: „Pflücken verboten!“. Die Liste der durch die Bundesartenschutzverordnung „besonders geschützten Arten“ ist recht lang.

Am Parkplatz Kalkofen informiert eine Hinweistafel auch über den Verlauf der Strecke.
Am Parkplatz Kalkofen informiert eine Hinweistafel auch über den Verlauf der Strecke.

Hier gehts los: Mit dem Auto zum Parkplatz an den Kalköfen in Freudenburg. Eine Hinweistafel informiert über den Verlauf der Strecke. Zeit: Die Tour ist offen, besonders empfehlenswert zur Orchideenblüte. Das sollte mit: Festes Schuhwerk, Fernglas, Vogelstimmen-App.

Im Naturschutzgebiet Eiderberg bei Freudenburg gibt es zahlreiches Vogelgezwitscher, so zum Beispiel auch vom Rotkehlchen.
Im Naturschutzgebiet Eiderberg bei Freudenburg gibt es zahlreiches Vogelgezwitscher, so zum Beispiel auch vom Rotkehlchen.

Vogelstimmen

Schon zu Beginn, beim leichten Anstieg (Asphaltiert) und auf der Strecke gibt es zahlreiches Vogelgezwitscher, so zum Beispiel von Karmingimpel, Blaukehlchen, Gartenrotschwanz, Mönchsgrasmücke, Dorngrasmücke, Zilpzalp, Sumpfrohrsänger, Fitis, Baumpieper, Buchfink, Gartengrasmücke, Grauammer, Feldlerche, Fasan, Berglaubsänger, Blaumeise, Sumpfmeise, Kohlmeise, Zaunkönig und Rotkehlchen.

Ein 12 Kilometer langen Wanderweg führt auch über den 440 Meter hoch gelegenen „Eiderberg“.
Ein 12 Kilometer langen Wanderweg führt auch über den 440 Meter hoch gelegenen „Eiderberg“.

Moselsteig Seitensprung König-Johann-Runde

Ein 12 Kilometer langen Wanderweg führt auch über den 440 Meter hoch gelegenen „Eiderberg“. Start- und Zielpunkt dieser Wanderung ist die alte Stadtmauer im historischen Ortskern von Freudenburg. Vom Ort aus führt die Tour weiter durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit zahlreichen Aussichtspunkten und Weitblicken bis nach Luxemburg und Frankreich. Weitere Höhepunkte sind die Burganlage in Freudenburg, das Leukbachtal und die Kollesleuker Schweiz.

Externer Link zum Thema:

  • www.gemeinde-freudenburg.de
  • Freudenburg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-​Pfalz. Sie gehört zur Verbandsgemeinde Saarburg-Kell.

Blick auf den Eiderberg vom Parkplatz an der Bundestraße 407.
Blick vom Eiderberg nach Osten in Richtung Kastel-Staadt und Serriger Bachtal.
Blick vom Eiderberg nach Osten in Richtung Kastel-Staadt und Serriger Bachtal.

Verwendete Quellen:

  • Website: Gemeinde Freudenburg
  • NSG-(FFH-/ ND-) Album, Eiderberg bei Freudenburg, Elke Rosleff Sörensen (2014), Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz
  • Schautafeln Eiderberg
  • Bundesartenschutzverordnung – BArtSchV

Die auf der Seite verwendeten Bilder stammen von regiodrei.de

Stand: 5.6.2021, 9:51 Uhr, AUTOR: regiodrei