Eingang zum Zoo Amnéville. Foto: r3/hb
Eingang zum Zoo Amnéville. Foto: r3/hb

Zooblick: 40 Jahre Zoo Amnéville – Bilanz und Blick nach vorn

Amnéville (red) Der Zoo Amnéville hat sein 40 jähriges Bestehen gefeiert – mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien. Die Veranstaltung bot einen Rückblick auf vier Jahre tiefgreifender Erneuerung und einen Ausblick auf die Zukunft des Zoos. Im Mittelpunkt stand die Ehrung von Zoodirektorin Albane Pillaire, die für ihre Leistungen mit dem französischen Verdienstorden Ordre national du Mérite ausgezeichnet wurde.

Stabil, modern, international – Neuaufstellung nach herausfordernden Jahren

Zoodirektorin Albane Pillaire. Foto: © Zoo von Amnéville
Zoodirektorin Albane Pillaire. Foto: © Zoo von Amnéville

Pillaire betonte, die Auszeichnung sei ein gemeinsamer Erfolg: Investoren, Mitarbeitende und Partner hätten den Neustart erst möglich gemacht. Als sie 2021 – nach der Übernahme durch Prudentia Capital – antrat, befand sich der Zoo in einer schwierigen Lage: wirtschaftliche Probleme, Vertrauensverlust, Pandemiefolgen und die durch den Ukrainekrieg ausgelöste Inflation belasteten den privat geführten Betrieb erheblich. Gemeinsam mit Eigentümern und Team startete sie einen umfassenden Transformationsprozess. Heute ist der Zoo wieder wirtschaftlich solide aufgestellt und zählt rund 450.000 Besucher:innen jährlich. Auffällig ist der hohe Anteil an Gästen aus Deutschland und Luxemburg, der an manchen Tagen sogar über dem aus Lothringen liegt. Unter Pillaires Leitung wurde das touristische und pädagogische Angebot ausgebaut, neue Erlebnisformate etabliert und die Rolle des Zoos im Artenschutz und der Umweltbildung gestärkt. Ein wichtiger Schritt war die Wiederaufnahme in die EAZA im Jahr 2022.

Heute leben im Zoo rund 2.000 Tiere aus etwa 360 Arten – ein deutlicher Wandel seit der Eröffnung mit nur 200 Tieren.

Zukunftsperspektiven: Bildung und Artenschutz

Für die kommenden Jahre sieht Pillaire die besondere Stärke des Zoos in der Verbindung von Tierbeobachtung und Wissensvermittlung. Die unmittelbare Begegnung mit Tieren schaffe Aufmerksamkeit für die Bedrohungen vieler Arten und ermögliche eine intensivere Auseinandersetzung mit Artenschutz und biologischer Vielfalt – gerade in einer Zeit flüchtiger Informationsaufnahme.

Das pädagogische Angebot soll daher weiter ausgebaut werden, insbesondere mit Blick auf die große deutschsprachige Besuchergruppe.

Verwendete Quellen: abc context media consulting