Cloef-Pfad Saar
Der Einstieg zum Cloef-Pfad am Aussichtspunkt.

Cloef-Pfad mit Burgblick: Auf schmalem Weg zur Saar

Steilhang, Wege, Pfade und ein Abstecher zur mittelalterlichen Burgruine Montclair

Redaktion

Wer im Sommer spät zur Cloef kommt, den erwarten schon zahlreiche Besucher*innen, die den weiten Blick zur Saarschleife wagen. Dieses Wahrzeichen des Saarlandes zieht jährlich Tausende Touristen und Naturliebhaber an, die unter anderem auch den Baumwipfelpfad erkunden. Aber wer will denn nur nach unten schauen? Die Lösung ist ganz einfach! Wanderrucksack an, und ab in den Steilhang. Das Einzige, was man braucht: gute Wanderschuhe und Trittsicherheit. Der Besuchertrubel ist schnell vergessen, sobald die ersten Meter gewandert sind. Wir starten die Tour direkt an der Cloef und erwandern diesen Rundweg anders herum, d. h. im Uhrzeigersinn. Über einen schmalen Pfad gehts hinab: Kommt man vom Ufer der Saar müssen 200 Höhenmeter nach oben überwunden werden. Unten staunt man noch über den Abstieg. So hoch oben thront der beliebte Ausflugspunkt. Nun geht es weiter an der Saar entlang in Richtung Dreisbach.

Über die Saar mit der Fähre Welles.
Über die Saar mit der Fähre Welles.

Aber erst einmal steht etwas anderes auf dem Wanderplan: die Überfahrt mit der Fähre Welles, und ein Aufstieg zur Burg Montclair. Sie liegt rund 290 Meter hoch auf einem von der Saarschleife umflossenen Bergrücken. Der Aufstieg endet direkt an der Burg. Einkehren kann man in der Turmstube oder im Innenhof der Anlage. Mit Blick auf die historischen Mauern schmeckt ein Schnitzel oder ein Stück vom hausgemachten Kuchen besonders gut. Nach dieser Pause geht es zurück zur Fährüberfahrt an das Saarufer. Das Ziel: der Aufstieg über das Steinbachtal. Vorbei am Gelände des ehemaligen Ausflugslokal Haus Becker, geht es bald bergauf. Hier unten entsteht die Saarschleifenlodge. Sie soll zum Ziel für Natur-Touristen werden.

Die Mauern der Burg Montclair.
Die Mauern der Burg Montclair.

Die Bauarbeiten haben schon begonnen. Dem Wegweiser folgend wandert man nun in die Höhe. Anfangs merkt man die Steigung kaum – zu interessant ist das schluchtartige Steinbachtal. Es geht über einige Holzstege, mitten durch die Natur auf schmalem Weg und über Stufen steil nach oben. Wer es bis nach oben geschafft hat, der kann sicher noch einen Zahn zulegen: Die Teufelssteinhütte ruft. Also nichts wie hin, und die Aussicht ins Saartal genießen. Über Weg und Pfad kommt man weiter nach oben. Hier grasen sogar Straußenvögel auf einer großen Weidefläche. Und einen neugierigen Vogel Strauß gibt es obendrauf. Nun geht es bei dieser Rundwanderung auf dem beschilderten Weg in Richtung Cloef-Atrium, dem Endziel der Wanderstrecke.

Fazit: Der Cloef-Pfad und die Landschaft sind beeindruckend. Wandern durch das Relief des Nationalen Geotop Saarschleife ist ein Erlebnis. Auf einem schmalen Pfad geht es steil hinab. Wen die Geschichte von mittelalterlichen Burgen interessiert, für den lohnt sich ein Abstecher zur Burg Montclair. Wenige Minuten. Länger dauert es nicht, um mit der Fähre zu den Saarufern zu gelangen. Über Holzstege und Stufen gehts beim Endspurt wieder hinauf. Etliche Höhenmeter durch das wilde Steinbachtal. Das muss auf dieser Tour aber mit: Kondition und Trittsicherheit.

Neugieriger Vogel Strauß.
Neugieriger Vogel Strauß.

Strecke:

  • Modifizierte Strecke: Cloef-Saarufer-Burg Monclair-Steinbachtal-Atrium in Orscholz

Tourdaten:

  • Länge: 13,1 km
  • Dauer: 4 Std. 11 Minuten
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Besonderheiten: Kondition, Trittsicherheit und Wanderschuhe

Extene Links zum Thema:

  • https://www.wanderinstitut.de
  • https://www.saar-hunsrueck-steig.de/traumschleifen/cloefpfad
  • https://www.tourist-info.mettlach.de/de/saarschleife.html
  • http://www.burg-montclair.de/
Der Cloef-Pfad auf dem Steilhang an der Saarschleife.
Der Cloef-Pfad auf dem Steilhang an der Saarschleife.
Blick zur Burg Montclair.
Blick zur Burg Montclair.

regiodrei 2020