Nach unserer Spurensuche im Jahr 2024 entlang der ehemaligen Zonengrenze im Ulstertal in der Rhön machten wir erneut Halt an einem markanten Abschnitt der rund 250 km langen deutsch-deutschen Grenze, die einst durch die Rhön verlief. Dieses Mal stand der Point Alpha Weg auf unserem Tourenplan – eine Wanderung auch mitten durch die Außenanlagen der Gedenkstätte Point Alpha.
Von Karl Herbert Bruxmeier
Unsere Wanderung startet am Infozentrum „Haus auf der Grenze“, von wo aus man in die geschichtsträchtige Landschaft eintaucht. Die Gedenkstätte Point Alpha Weg liegt oberhalb von Geisa und Rasdorf direkt auf der früheren innerdeutschen Grenze. Dauerausstellungen, original erhaltene Grenzanlagen, ein DDR Grenzturm sowie Rekonstruktionen der DDR Grenzsperren machen diesen Ort zu einem einzigartigen Zeitzeugnis. Vier Jahrzehnte lang befand sich hier im Kalten Krieg einer der wichtigsten Vorposten zwischen NATO und Warschauer Pakt.

Von Wiesenfeld über den Schlangenpfad und der Stadt Geisa zu Point Alpha
Die Tour beginnt nach dem Überqueren der Straße auf dem ehemaligen Kolonnenweg der DDR Grenzanlagen. Dieser Abschnitt ist zugleich Teil des Weges der Hoffnung mit seinen markanten Skulpturen. Wir folgen dem Wegweiser, biegen links ab und steigen auf einem Feldweg hinab zu einem Rastplatz.
Nach einem kurzen Halt führt der Weg durch den Ort Wiesenfeld und an der Wiesenfelder Grotte vorbei. . Anschließend beginnt der Anstieg in Richtung Sissenberg/Bocksberg. Auf der Höhe angekommen, wandern wir durch einen Buchenwald und gelangen zum Kreuz der Geiserämter. Von hier eröffnet sich ein beeindruckender Panoramablick über das Ulstertal und die Kuppen des Hessischen Kegelspiels.
Der Abstieg führt weiter über den Schlangenpfad hinunter in die historische Kleinstadt Geisa. Wir passieren den jüdischen Friedhof und erreichen über Schlossplatz und Gangolfiberg das Zentrum.

Hinter Geisa, im Bereich Buttlarer Straße / Rasdorfer Berg, steigt der Weg erneut steil an. Nach diesem letzten Anstieg erreichen wir das US Camp – die Gedenkstätte Point Alpha. Nach der Besichtigung geht es einige hundert Meter zurück zum Parkplatz. Zum Abschluss lohnt sich ein Besuch des Informationszentrums Haus auf der Grenze.
Die zurückgelegte Strecke dieser Wanderung betrug rund 16,6 Kilometer. Für die Gehzeit inklusive Pausen benötigten wir 6,4 Stunden. Der Schwierigkeitsgrad ist als mittel bis anspruchsvoll einzustufen, da mehrere deutliche Steigungen zu bewältigen sind. Der Aufstieg von Geisa zur Gedenkstätte ist mit ca. 400 Höhenmetern herausfordernd. Kondition und Trittsicherheit sind auf diesem Weg gute Begleiter. Die Route ist durchgehend mit einem roten „P“ auf weißem Grund markiert. Einstiegspunkte sind die Parkplätze am Kulturhaus Geisa, am Haus auf der Grenze und am Point Alpha. Als Ausgangspunkt nutzten wir den Parkplatz am Eingang des Hauses auf der Grenze.
Als Besucher*in der Gedenkstätte kann man den gesamten Komplex mit allen musealen Bereichen erkunden: das US Camp, das Haus auf der Grenze, verschiedene Grenzrekonstruktionen, den Weg der Hoffnung sowie den Wiesenfelder Turm (Innenbesichtigung nur im Rahmen einer Führung). Die Anreise zum Haus auf der Grenze (Point Alpha) mit dem Auto erfolgt über die Autobahn A7 oder A4, gefolgt von gut ausgeschilderten Bundesstraßen.





































Verwendete Quellen:
- Infobroschüre Grenzerfahrungen, Point Alpha Stiftung
- Website: www.geisa de
- Website: www. Rasdorf.de
- Eigene Recherche
Regio Drei/30.05.2026

