Ringwall - Wandern
Foto: r3/hb

Wälder, Höhen, Geschichte: Eine Wanderung auf keltischen Spuren

Auf dieser Wanderung im Nationalpark Hunsrück-Hochwald taucht man tief ein in die Welt der Kelten und der einstigen Hüttenleute. Der historische Züscher Hammer und das liebevoll rekonstruierte Keltendorf sind nur zwei der vielen eindrucksvollen Stationen, die die Dollbergschleife zu einer abwechslungsreichen und kulturreichen Tour machen.

Ringwall Otzenhausen: Eine der imposantesten keltischen Befestigungsanlagen, die in Europa erbaut wurden. Heute noch als Mauerreste in einer Höhe von 10,5 Meter Steinwall erhalten und begehbar. Foto: r3/hb
Ringwall Otzenhausen: Eine der imposantesten keltischen Befestigungsanlagen, die in Europa erbaut wurden. Heute noch als Mauerreste in einer Höhe von 10,5 Meter Steinwall erhalten und begehbar. Foto: r3/hb

Nonnweiler/Otzenhausen. Der Dollberg ist mit 695,5 m über dem Meeresspiegel die höchste Erhebung des Saarlandes und Teil der markanten Höhenzüge der Dollberge im Hochwald. Auf der 11,2 Kilometer langen Rundtour „Dollbergschleife“ bildet dieser Gipfel jedoch nur eine von vielen spannenden Stationen. Startpunkte der mittelschweren Traumschleife, für die man etwa vier Stunden einplanen sollte, sind entweder der Waldparkplatz an der L 145 in Nonnweiler-Otzenhausen oder die Köhlerhütte in Neuhütten. Zwar fehlen spektakuläre Fernblicke, doch dafür bietet die Strecke eine Fülle an Naturerlebnissen und kulturhistorischen Höhepunkten. Gleich zu Beginn beeindruckt die Talsperre Nonnweiler, deren rund 60 Meter hohe Staumauer zu den höchsten in Deutschland zählt. Weiter geht es hinauf zur höchsten Stelle des Saarlandes, bevor der Weg zum Züscher Hammer führt. Das rekonstruierte Hammerwerk war im frühen 17. Jahrhundert das größte Eisenhüttenwerk im Hunsrück und wird heute vom Förderverein Züscher Hammer betreut.

Ein besonderes Highlight sind die Überreste des Ringwalls von Otzenhausen. Diese gewaltige keltische Befestigungsanlage aus dem 1. Jahrhundert vor Christus zählt zu den eindrucksvollsten ihrer Art in Europa. Teile des bis zu 10,5 Meter hohen Steinwalls sind noch heute begehbar. Am westlichen Steilhang markiert ein Tor den historischen Zugang, begleitet von einer Informationstafel zu den archäologischen Untersuchungen.

Ringwall Otzenhausen: Eine der imposantesten keltischen Befestigungsanlagen, die in Europa erbaut wurden. Heute noch als Mauerreste in einer Höhe von 10,5 Meter Steinwall erhalten und begehbar. Foto: r3/hb

Zum Abschluss führt der Weg zum Nationalpark-Tor Keltenpark, dem saarländischen Eingang in den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Dort befindet sich das Besucherzentrum direkt neben dem rekonstruierten Keltendorf – ein stimmungsvoller Ort, um die Wanderung ausklingen zu lassen.


Dollbergschleife (Tramschleife Saar-Hunsrück)

  • Startpunkte: Waldparkplatz Otzenhausen und Köhlerhütte Neuhütten
  • Strecke 11,4 km
  • Schwierigkeitsgrad: mittelschwer (Trittsicherheit/Kondition)
  • Zertifikat: Deutsches Wanderinstitut (76 Erlebnispunke)
  • Höchster Punkt: 692 hm
  • Dauer: 4:00h
  • Ausrüstung: Festes Schuhwerk (Wandertauglich)
  • Vorsicht: Regen- und Winterwetter
Züscher Hammer; Das rekonstruierte Hammerwerk war an diesem Standort Anfang des 17. Jahrhunderts das größte Eisenhüttenwerk des Hunsrücks.

Verwendete Quellen:

  • Website: www.wanderinstitut.de
  • Website: www.saar-hunsrücksteig.de
  • Website: www.zuescher-hammer.de
  • Website: www.nationalpark-tor-keltenpark.de
  • Flyer: Die Hochwaldkelten (Freundeskreis keltischer Ringwall Otzenhausen e. V.

regio drei/05.04.2026