Etwa 60 Jahre sind seit der letzten großen Umgestaltung des Platzes vergangen. Ein generationenübergreifendes Konzept soll nun entstehen. Es soll die Porta Nigra als Wahrzeichen Triers betonen und die Platzfunktion als Stadttor wiederbeleben.

Trier (red) Wie die Stadt Trier mitteilt, wurden am Donnerstag, 21.08.2025, der Siegerentwurf für die Neugestaltung des Umfelds der Porta Nigra und die weiteren Projektpläne von Bau- und Verkehrsdezernent Dr. Thilo Becker und Karl-Uwe Mahler von der GDKE zusammen mit Martin Schmitz vom beauftragten Architekturbüro Atelier Loidl aus Berlin im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung vorgestellt. Bei der Vorstellung unterstrich Dr. Becker die Bedeutung der Neugestaltung des Porta-Nigra-Umfelds als „besondere Gelegenheit für einen besonderen Ort“. Neben der Verbesserung der Aufenthaltsqualität stehe auch eine langfristige Zukunft des Platzes im Vordergrund. Geplant ist, den neuen Platz von der Simeonstraße aus zu nivellieren, so dass er stufenlos wird und somit barrierefrei zugänglich ist. Entlang der Simeonstraße sollen breite Sitzstufen und auf der nördlichen Seite „Schleppstufen“ eingerichtet werden, um neue Aufenthaltsbereiche zu schaffen. Steinbänke sollen für eine klare Trennung zwischen dem Verkehrsraum und den Aufenthaltsbereichen sorgen. Zur Verbesserung des Mikroklimas und zur Förderung der Biodiversität sind entlang des Alleenrings neue Bäume mit Baumrigolen für die Nutzung von Regenwasser sowie Blühwiesen vorgesehen. Zusätzlich ist geplant, fein zerstäubende Nebeldüsen zu installieren, um an warmen Tagen für eine angenehme Abkühlung und eine gesteigerte Qualität des Aufenthalts zu gewährleisten.
Zahlreiche Vorschläge von Bürgerinnen und Bürger zur Umgestaltung
Da die Nordallee auch in Zukunft ein wichtiger Verkehrsraum für Radfahrende, Autos und Busse sein wird, soll der Panoramablick auf die Porta Nigra frei bleiben. Mit dem Umzug der Bustrasse zum Simeonstiftplatz kann die Fußgängerzone bis zum Alleenring ausgedehnt werden. Martin Schmitz vom Atelier Loidl erklärte, dass die neue Platzgestaltung eine „natürliche Verlängerung“ von der Simeonstraße zur Porta Nigra darstellen sollte. Ziel des Gewinnerentwurfs sei es, die Porta Nigra in den Mittelpunkt zu stellen und den Platz „zurückhaltend und alltagstauglich“ zu gestalten. Die umfangreiche Einbindung der Bürgerinnen und Bürger, die gleichzeitig mit dem Verhandlungsverfahren stattfand, brachte viele Vorschläge hervor, die in den Entwurf integriert wurden. Seit dem ersten Wettbewerb 2010 wurde das Projekt mehrfach überarbeitet, unter anderem um Aspekte des Klimawandels und veränderte Nutzerbedürfnisse zu berücksichtigen.
Projekt stellt die Porta Nigra als Wahrzeichen Triers in den Vordergrund

Die letzte große Umgestaltung des Platzes liegt rund 60 Jahre zurück. Nun soll ein generationenübergreifendes Konzept entstehen, das die Porta Nigra als Wahrzeichen Triers in den Vordergrund stellt und die Platzfunktion als Stadttor neu belebt. Die Stadtverwaltung, das beauftragte Büro sowie externe Expertinnen und Experten starten jetzt mit der Detailplanung. Der Planungsprozess endet mit einem Baubeschluss des Stadtrats. Der Baubeginn ist für Anfang 2027 vorgesehen. Das Projekt wird unter anderem mit Mitteln aus dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ finanziert. Die Neugestaltung ist Teil des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK). Da es noch keine Detailplanung gibt, kann zum jetzigen Zeitpunkt auch keine finanzielle Einschätzung abgegeben werden. Dr. Becker betonte, dass das Projekt nicht isoliert sei, was den besonderen Reiz ausmache, aber auch besondere Anforderungen bringe: Die Umfeldgestaltung ist eng verzahnt mit dem Vorhaben, die Busspuren von der Simeonstraße zu verlagern und mit dem Projekt Klimaraum Alleenring. Die Planungen für die drei Projekte werden verknüpft und eng aufeinander abgestimmt.
Kooperationsprojekt „Gestaltung eines Informationspunktes“ wurde prämiert
Im Rahmen der Veranstaltung wurde außerdem das Kooperationsprojekt mit der Hochschule Trier zur „Gestaltung eines Informationspunktes“ prämiert. Studierende der Studiengänge Kommunikationsdesign und Innenarchitektur erarbeiteten dafür unter Betreuung von Prof. Dirk Schluppkotten und Prof. Christopher Ledwig acht Entwürfe. Der Gewinnerentwurf „Porta Vision“ soll umgesetzt werden. Die Infobox soll als Teil der öffentlichen Kommunikation im Umfeld der Porta Nigra aufgestellt werden und alle Interessierten dauerhaft über das Projekt und den Umbauprozess informieren.
Alle Entwurfsbeiträge des Verhandlungsverfahrens und die Entwürfe der Studierenden sind bis einschließlich Mittwoch, 3. September 2025, in der Simeonstraße 30 zu sehen. Mitarbeitende des Amts für Stadt- und Verkehrsplanung sind vor Ort und stehen für Gespräche und Fragen zur Verfügung. Öffnungszeiten:
- Montags bis freitags von 12:00 bis 17:00 Uhr
- Samstag: 12 – 15 Uhr
- 3. September von 10:00 bis 13:00 Uhr
Verwendte Quellen: Stadt Trier

