Kloster Machern. Foto: regiodrei/hb

Feierliche Corneliusmesse im Kloster Machern

Der Hl. Cornelius und seine überlieferten Bräuche stehen am Mittwoch, 16. September 2026, im Mittelpunkt der traditionellen Corneliusmesse mit Kindersegnung im ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Kloster Machern. Die Feier beginnt um 18.30 Uhr im historischen Barocksaal, der barrierefrei zugänglich ist. Eingeladen sind Einwohner und Gäste der Region, besonders Familien. Musikalisch gestalten der Kirchenchor Cäcilia Wehlen Graach und die Schola für alle Fälle den Gottesdienst.

Cornelius Bräuche

Die Verehrung des Hl. Cornelius ist reich an regionalen Traditionen:

  • Machern — Reliquien von Cornelius und Valentin dienten zur Segnung von Wasser, das Gläubige über neun Tage hinweg dreimal täglich tranken.
  • Kornelimünster — Kranke Pilger brachten Weizen entsprechend ihrem Körpergewicht als Opfergabe; daraus wurde Brot gebacken und kostenlos verteilt.
  • Heerlerheide (NL) — Erkrankte sammelten Korn in der Menge ihres Körpergewichts und spendeten den Gegenwert in Geld.
  • Sint Pieters Voere (B) — Vor allem Epileptiker opferten ihr Gewicht in Korn oder Geld.
  • Meerlo (NL) — Gläubige reihten geweihte Pfingstrosensamen („Cornelius Kralen“) auf Schnüre und legten sie Kindern gegen Krämpfe um.
  • Lamswaarde (NL) — Kinder erhielten zum Corneliusfest neue Kleidung.

Symbolik

Das Attribut des Hl. Cornelius ist ein Horn, das der Legende nach ursprünglich die Klaue eines Greifs gewesen sein soll. Der Vogel habe sie aus Dankbarkeit für seine Heilung durch Cornelius niedergelegt; Cornelius nutzte sie fortan als Trinkgefäß.

Verwendete Quellen: Kloster Machern