Das deutsch-französische Naturschutzgebiet, das sich über Perl sowie Montenach, Apach und Merchweiler erstreckt, umfasst insgesamt mehr als 330 Hektar geschützte Fläche. Ein Schutzraum ohne Grenzen
Von Redaktion

Perl/Apach – Wer im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Luxemburg unterwegs ist, trifft am Hammelsberg bei Perl auf eine eindrucksvolle Landschaft, die echten Naturgenuss bietet. Zwischen dem Moseltal und den markanten Dolomitfelsen wachsen Pflanzen, die man sonst eher aus dem Mittelmeerraum kennt, und genau dieses Zusammenspiel macht das Gebiet zu einem besonderen Anziehungspunkt für Naturfreundinnen und Naturfreunde. Von Mitte Mai bis Mitte Juni erreicht die Blütezeit der Frühjahrsblüher ihren Höhepunkt. Dann zieht es viele Wandernde vom Perler Panoramaweg hinunter oder hinauf zum ehemaligen Dolomitsteinbruch. Der kurze, aber steile Abstecher sorgt zwar für Schweißperlen, belohnt jedoch mit einem Naturerlebnis, das man so schnell nicht vergisst: Insgesamt 23 wild wachsende Orchideenarten zeigen hier ihre ganze Pracht.

Der Hammelsberg gilt als Einwanderungszone für wärmeliebende Tiere und Pflanzen. Das Moseltal wirkt wie ein natürlicher Wärmespeicher, während die kalkreichen Böden ideale Bedingungen schaffen. So entsteht ein vielfältiges Mosaik aus Laubmischwald, Wiesen, Kalkmagerrasen und Äckern, das zahlreichen Arten Lebensraum bietet. Auch ornithologisch ist die Region spannend, denn Rotmilan, Heidelerche, Neuntöter und Wespenbussard nutzen das Gebiet als Brut- oder Rastplatz. Das deutsch-französische Naturschutzgebiet erstreckt sich über Perl im Saarland sowie Montenach, Apach und Merchweiler im Département Moselle und umfasst 224 Hektar auf deutscher sowie 107 Hektar auf französischer Seite.

Der Panoramaweg Perl zählt zu den schönsten Rundwegen der Region. Auf neun Kilometern erleben Wandernde das grenzüberschreitende Naturschutzgebiet Hammelsberg, den Dolomitsteinbruch als botanisches Highlight und weite Ausblicke ins Moseltal und das Dreiländereck. Besonders eindrucksvoll ist der Blick auf Sierck-les-Bains mit seiner Festung, den Stromberg auf der gegenüberliegenden Moselseite und auf Schengen in Luxemburg. Der Abstecher zum Steinbruch ist nicht nur ein botanischer Höhepunkt, sondern macht die Wanderung auf dem Panoramaweg zu einem echten Naturabenteuer. Wer die Orchideenblüte erleben möchte, sollte sich allerdings beeilen, denn das Zeitfenster ist kurz.









Verwendte Quellen:
- Website: www.wanderinstitut.de
- Amtsblatt des Saarlandes Teil II vom 25. Mai 2016 , Verordnung über das Naturschutzgebiet (N 6504-301)
- Website: www.coeurdelorraine-tourismus.de
- eigene Recherche
regio drei/09.08.2026

