Wintervögel
Wintervögel im Januar. Foto: regiodrei.de/hb

Stunde der Wintervögel: Mitmachaktion des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) findet zum 16. Mal statt.

Die bundesweite Vogelzählung „Stunde der Wintervögel“ findet vom 9. bis 11. Januar 2026 statt – dieses Jahr bei echtem Winterwetter. Die beiden Verbände NABU und LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) rufen dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu zählen und zu melden.

Das Rotkehlchen, Vogel des Jahres 1992 und 2021 (NABU). Rotkehlchen verbringen die Winterzeit in Gebüschen und Hecken. Foto: regiodrei/hb
Das Rotkehlchen, Vogel des Jahres 1992 und 2021 (NABU). Rotkehlchen verbringen die Winterzeit in Gebüschen und Hecken. Foto: regiodrei/hb

Berlin – Der seit Tagen anhaltende Frost mit Schneefall in ganz Deutschland könnte dafür sorgen, dass sich mehr Wintervögel an den Futterhäusern einfinden“, sagt Naturschutzexperte Julian Heiermann vom NABU. „Bei geschlossener Schneedecke und gefrorenem Boden ist es für viele Arten deutlich schwerer Futter in der Natur zu finden. Sie nehmen dann besonders gern die Zufütterung an.“ Gute Chancen also, viele interessante Vogelbeobachtungen zu machen, denn am Zählwochenende soll es weiter frostig bleiben. Wer füttern möchte, sollte auf die Qualität des Futters achten, rät Heiermann. „Körner- und Fettfutter aus dem Fachhandel am besten in Bioqualität eignet sich am besten. Sonnenblumenkerne mögen fast alle Arten“, so der Experte. „Der Frost kostet Meisen und Co. viel Energie. Die liefern mit Fett gemischte Körner, wie in Meisenknödeln, besonders gut. Aber bitte nur ungenetzte Knödel aufhängen. Die Plastiknetze sind eine vermeidbare Gefahr für Vögel, da diese sich darin verheddern können. Die leeren Netze landen zudem viel zu oft als Plastikmüll in der Natur.“ Wer auf Nummer sicher gehen will, was die Qualität der Meisenknödel betrifft, kann sie auch ganz einfach aus Körnermischungen und Rindertalg oder Kokosfett selbst herstellen. Dazu bietet der NABU Anleitungen auf seiner Website an. Heiermann: „Wem es draußen zu frostig ist, um eine Stunde lang zu zählen, kann natürlich auch vom Sofa aus die Vögel an der Futterstelle im Garten oder auf dem Balkon beobachten.“ 

Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion in Deutschland und wird bereits zum 16. Mal durchgeführt. Die Zählung liefert wichtige Daten, um die Trends bei der Entwicklung der Arten im Siedlungsraum zu verfolgen. Im vergangenen Jahr haben rund 122.000 Menschen mitgezählt. Eine Stunde lang beobachtet man die Vögel vor dem  Fenster, im Garten oder im Park und gibt die Ergebnisse dem NABU weiter. Von jeder Art wird die höchste Anzahl Vögel notiert, die während der Stunde gleichzeitig gesichtet wurde. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de sowie mit der App „NABU Vogelwelt“ bis zum 19. Januar gemeldet werden.

Verwendete Quellen: Naturschutzbund Deutschland (NABU)