Die Weihnachtskrippe in der Pfarrkirche St. Martin in Serrig an der Saar.
Die Weihnachtskrippe in der Pfarrkirche St. Martin in Serrig an der Saar. Foto: Regio Drei

Die Weihnachtskrippe in der katholischen Kirche St. Martin in Serrig an der Saar

Die Weihnachtskrippe und die Weihnachtsgeschichte – die Serriger Kirchenkrippe in der katholischen Kirche St. Martin. Szenebilder der biblischen Weihnachtsgeschichte.

Von Herbert Bruxmeier

Pfarrkirche St. Martin in Serrig
Pfarrkirche St. Martin in Serrig

Serrig – Brauchtum begeistert Jung und Alt. Gerade in der besinnlichen Zeit des kommenden Weihnachtsfestes halten die Menschen in der Region am Brauchtum fest. In Ausstellungen, Wohnungen und Kirchen stehen kunstvolle Krippen. Den szenischen Darstellungen sind dabei keine Grenzen gesetzt. Abhängig von Materialbeschaffenheit, Figurenensemble, künstlerischer Gestaltung und Tradition lassen sich vielfältige Kompositionen von Weihnachtskrippen sowie Interpretationen der Weihnachtsgeschichte beobachten.

Die Weihnachtskrippe in der Pfarrkirche St. Martin

In der Pfarrkirche St. Martin wird wieder die  Weihnachtsgeschichte dargestellt.
In der Pfarrkirche St. Martin wird wieder die  Weihnachtsgeschichte dargestellt.

Von besonderem Ruf ist die Serriger Weihnachtskrippe, die erstmalig 1956 als Bühnenkrippe in der Pfarrkirche St. Martin aufgebaut wurde. Die bis dahin offen im Kirchenraum stehende, neu angeschaffte Krippendarstellung wurde vorn und seitlich geschlossen. Nun war der Blick durch eine Öffnung auf die orientalische Szenendarstellung der Weihnachtsgeschichte möglich. In den Folgejahren wurde die Krippenlandschaft mehrmals umgebaut und ergänzt. Einige Jahre fand die Krippe ihren Platz wieder im offenen Kirchenraum. Dazu wurde sie aus der Bühne herausgenommen. Es wechselten in den weiteren Jahren die Landschaften, neue Szenenbilder entstanden. Heute befindet sich die beleuchtete Weihnachtskrippe hinter Glas in einem geschlossenen Raum, links neben dem Altarraum, und das nicht ohne Grund, denn durch Brandstiftung im Dezember 1996 waren Teile der Krippe vernichtet worden. Einige der Figuren konnten nicht mehr ersetzt werden.

„Eine neue Weihnachtskrippe für Serrig“

Figurenszene aus der Serriger Weihnachtskrippe.

Seinen Anfang nahm die Geschichte in Serrig mit Anton Kirstein, einem Priester, der von 1953 bis 1962 als Pfarrer in Serrig wirkte. In Serrig entschied man sich, keine festen Krippenfiguren mehr in der Kirche zu haben. Der Wunsch zahlreicher Gemeindemitglieder nach der Anschaffung einer neuen Krippe veranlasste die Kontaktaufnahme mit dem Ottobrunner Bildhauer und Kunstschnitzer Josef Hien, einem bedeutenden Meister der bayerischen Krippenschnitzkunst. Hien ist unter anderem der Erschaffer der Weihnachtskrippe von St. Otto. Viele seiner Kunstwerke befinden sich in Kirchen oder im Besitz von Privatpersonen. Eindrucksvolle Gesichter sind charakteristisch für Hiens bewegliche Figuren. Geschnitzt wurden dann in Ottobrunn 25 Zentimeter große, bewegliche Figuren, die durch Stiftungsgelder von Serriger Bürgerinnen und Bürgern angeschafft wurden. Zunächst wurden 25 Figuren gefertigt, ergänzt um vier Tierdarstellungen. Die Ausstattung erfolgte durch Maria Loch in Alleinregie unter der Mitwirkung Serriger Frauen. In Hans Loch und Alfons Leineweber fand Kirstein die jahrelangen Gestalter des Krippenbaus in Serrig. 

Krippenfeier und Festmesse am Heilig Abend, 24.12.2025, Pfarrkirche St. Martin

Krippe mit Jesuskind in Pfarrkirche St. Martin zur Weihnachtszeit.
Krippe mit Jesuskind in der Pfarrkirche St. Martin zur Weihnachtszeit. Archivfoto: regiodrei

Krippenfeier und Weihnachtsliedersingen, 15:00 UhrFestgottesdinst in der Pfarrkirche St. Martin in Serrig,16:00 Uhr.

Bilderimpressionen von der Serriger Weihnachtskrippe

Quellen: Festschrift – 100 Jahre Pfarrkirche St. Martin, Serrig/1896-1996/Ortschronik der Gemeinde Serrig, 2012/Foto: Karl Herbert Bruxmeier 

Regio Drei/23.12.2025