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Goethes stürmische Moselfahrt von Trier nach Trarbach: Vortrag im Stadtmuseum Simeonstift Trier

Der Historiker und Museumsleiter des Mittelmosel-Museums in Traben-Trarbach, Dr. Christof Krieger, erinnert am Dienstag, 11. November, in einem Vortrag an die turbulente Moselfahrt Goethes von Trier nach Trarbach im November 1792.

Ein Gemälde des Weimarer Malers Hans W. Schmidt zeigt den denkwürdigen Goethebesuch bei Böckings vom November 1792. Foto: © Mittelmosel-Museum

Trier (red) „Eine Welle nach der anderen schlug über den Kahn, wir fühlten uns durchnässt; die Not schien immer größer je länger sie dauerte. Und so wurden wir im Stockfinstern lange hin und her geworfen, bis sich endlich in der Ferne ein Licht und damit auch Hoffnung auftat … Johann Wolfgang von Goethe hätte wohl kaum eindrücklichere Worte wählen können, als er sich Jahrzehnte später an seine lebensbedrohliche Schifffahrt auf der Mosel von Trier nach Koblenz zurückerinnerte. Im Sommer 1792 war er der preußischen Armee nach Frankreich gefolgt, die den Spuk der Revolution ein für allemal aus Paris vertreiben wollte. Das Licht, das sich ihm bei seiner stürmischen Kahnfahrt nach Koblenz auf halbem Wege so hoffnungsvoll „auftat“, kam aus dem Moselstädtchen Trarbach, wo der Dichter nach glücklich überstandener Lebensgefahr bei dem vermögenden Kaufmann Ludwig Böcking freundliche Aufnahme fand. Das stattliche barocke Wohnhaus mit dem „Goethezimmer“ ist heute noch als Museum zu besichtigen. Am Dienstag, den 11. November 2025, erinnert Dr. Christof Krieger in einem Vortrag an diese dramatischen Ereignisse, die vor 233 Jahren geschehen sind. Um 19 Uhr startet die Veranstaltung. Der Eintritt beträgt 8 Euro.

Verwendete Quellen: Stadtmuseum Simeonstift Trier