Naturschutzgebiet Hammelsberg: Wilde Orchideen stehen unter Naturschutz, daher gilt der Grundsatz: Beschädigen, Pflücken und Ausgraben verboten!

100 Prozent Wilde Orchideen: Blumenpracht im Naturschutzgebiet Hammelsberg und Montenach

Mittelmeer-Ambiente im Dreiländereck

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Blütenpracht unter dem Hammelsberg.

Gutes Schuhwerk, prima Wetter und offene Augen, mehr braucht es nicht für den Blick auf wilde Orchideen. Zweiblättrige Waldhyazinthe, Pupurknabenkraut oder Helm-Knabenkraut: Zielstrebig geht’s auf einem Pfad zum ehemaligen Steinbruchgelände, auf der Suche nach den Schönheiten der Natur. Auch die Wanderer nutzen diesen Ab- oder Anstieg vom Panoramaweg zum ehemaligen Steinbruch, um auf diesem Teil des deutsch-französischen Naturschutzgebietes eine Vielzahl von Orchideenarten zu bewundern. Wie kommt es, dass diese Naturgegend so speziell ist? Der Hammelsberg und das Moseltal gilt für die Wärme brauchenden Tiere und Pflanzen aus dem Mittelmeerraum als „Einwanderungszone“. Man sollte aber nicht zu spät kommen, denn die Frühjahrsblüher haben ihren Höhepunkt von Mitte Mai bis Mitte Juni. Wilde Orchideen stehen unter Naturschutz, daher gilt der Grundsatz: Beschädigen, Pflücken und Ausgraben verboten! hb

hemaliges Steinbruchgelände im Dreiländereck bei Apach/Perl. Teil des deutsch-französischen Naturschutzgebietes mit einer eine Vielzahl von Orchideenarten. Regiodrei/Foto: H. Bruxmeier
Ehemaliges Steinbruchgelände im Dreiländereck bei Apach/Perl. Teil des deutsch-französischen Naturschutzgebietes mit einer einer Vielzahl von Orchideenarten. Regiodrei/Foto: H. Bruxmeier

Das Naturschutzgebiet

Das Schutzgebiet liegt in den Gemeinden Montenach, Apach und Merchweiler (Département Moselle) und Perl (Saarland). Das Gebiet umfasst Laubmischwald, Wiesen, Kalksteinwiesen und Äcker. Zahlreiche Vogelarten nutzen das Gebiet zur Brut, Rast oder als Lebensraum. Ca. 224 ha Naturschutzfläche sind insgesamt auf dem „Hammelsberg und Atzbüsch bei Perl“ auf der deutschen Seite ausgewiesen, 107 ha auf der französischen Seite. 23 Orchideenarten erstrecken sich über das Gebiet in der Blütezeit.


Quellen: Website der Gemeinde Perl/Commune de Schengen/Amtsblatt des Saarlandes Teil II vom 25. Mai 2016 , Verordnung über das Naturschutzgebiet (N 6504-301)